Die Frauenheilkunde in unserer Klinik

Der Bereich Frauenheilkunde (Gynäkologie) umfasst 12 Betten. Sämtliche gängigen Operationsverfahren kommen zur Anwendung, neben besonderen operativen Techniken.

Kleine operative Eingriffe:

  • Abrasio (Ausschabung der Gebärmutterhöhle) mit Hysteroskopie (Spiegelung der Gebärmutterhöhle)
  • Operative Hysteroskopie (Spiegelung der Gebärmutterhöhle mit Entfernung von großen Polypen, Myomen, Septen)
  • Endometriumablation (Zerstörung der Gebärmutterschleimhaut mit Hitze) bei therapieresistenten Blutungsstörungen als Alternative zu einer Gebärmutterentfernung
  • Kleine laparoskopische Eingriffe mit Lösen von Verwachsungen, Ausschälung von Eierstockzysten, Sterilisation oder als ergänzende Diagnostik

Größere operative Eingriffe:

Die rasante Entwicklung der Laparoskopietechniken ermöglicht heute minimal-invasive, das heißt organ- und gewebeschonende Operationsverfahren. In diesem Bereich stehen folgende Methoden zur Verfügung:

  • LSH - Laparoskopische suprazervicale Hysterektomie (Entfernung von Gebärmutterkörper mit Belassen des Gebärmutterhalses)
  • LTH - Laparoskopische totale Hysterektomie (Entfernung der gesamten Gebärmutter)
  • Laparoskopische Sakropexie (Fixation des Gebärmutterhalsstumpfes oder Scheidenstumpfes mittels Netz aus künstlichem Material am Kreuzbein)
  • Laparoskopische Myomenukleation (Entfernung von großen Myomknoten mit Gebärmuttererhalt
  • Laparoskopische Endometriosesanierung

Selbstverständlich führen wir auch konventionelle Gebärmutterentfernungen mit vaginalem bzw. abdominalem Zugang durch. Diese Operationsverfahren kommen bei uns in ungefähr 15 % bis 20 % aller Gebärmutterentfernungen zur Anwendung.

Senkung und Inkontinenzoperationen:

Außer konventionellen Straffungen von vorderer und hinterer Scheidewand, sogenannten plastischen Operationen im Vaginalbereich, kommen zunehmend vor allem bei älteren Frauen künstliche Netze zur Anwendung, mit der Option die Gebärmutter zu erhalten. Bei Inkontinenzoperationen kommen, außer bei konventionellen Methoden (sogenannte Kolpususpensionen), vor allem künstliche Bänder zum Einsatz: 

  • TVT-klassisch
  • TVT-O

Diagnostik und Therapie bei Brustkrebs:

  • Jeder suspekte Befund im Brustbereich kann und soll heute präoperativ mittels Stanzbiopsie abgeklärt werden. Wenn möglich, empfehlen wir eine brusterhaltende Therapie mit Entfernung des Tumors und Entfernung von sogenannten Sentinel-Lymphknoten (Wächterlymphknoten) aus der Achselhöhle (mit Schnellschnittdiagnostik). Onkoplastische Operationen mit gleichzeitiger Tumorentfernung mit Verkleinderung mit der Brust sind auch möglich.
     
  • Alle gängigen Formen der Chemotherapie bei Brustkrebs können in Zusammenarbeit mit uns in der Inneren Abteilung unseres Hauses durchgeführt werden. Die Festlegung der weiteren Therapie erfolgt nach der Fallbesprechung in einer interdisziplinären Tumorkonferenz.

Auch die anderen bösartigen Krankheiten der Genitalorgane werden operativ therapiert: Bösartige Erkrankungen der Vulva, des Gebärmutterhalses, der Gebärmutter und der Eierstöcke.

Ambulante Operationen:

Kleine Eingriffe werden, soweit das medizinisch möglich ist, als ambulanter Eingriff durchgeführt. Nach einer Vorstellung in der Abteilung für Anästhesie, am besten am Tag vor dem Eingriff, wird die Patientin am OP-Tag früh nüchtern aufgenommen. Der Eingriff erfolgt im Verlauf des Vormittags. Nach einer entsprechenden Überwachungszeit wird die Patientin noch am gleichen Tag entlassen. Für dieses Vorgehen sind Eingriffe geeignet wie Ausschabungen, Entfernung von Polypen, Probeentnahmen am Gebärmutterhals, Spiegelung der Gebärmutterhöhle und Entfernung von Nachgeburtsresten bei frühen Fehlgeburten.