Herzschrittmacher-, Resynchronisationstherapie und Kardiodefibrillatoren

Mit einem Herzschrittmacher, etwa so groß wie eine Streichholzschachtel, werden fehlende oder nicht weitergeleitete Impulse des Herzens ersetzt und so eine ausreichend große Herzschlagfolge sichergestellt.

Die Patienten liegen einige Tage stationär auf der kardiologischen Abteilung der Klinik Kitzinger Land. Dort erfolgen die Indikationsstellung und abschließende Programmierung sowie Überprüfung des implantierten Aggregates.

Die Schrittmacherimplantation wird von erfahrenen Chirurgen in Zusammenarbeit mit dem Kardiologen und dem Anästhesisten im Operationssaal vorgenommen. Der Eingriff findet in der Regel in örtlicher Betäubung statt und dauert etwa 30 bis 90 Minuten.

Unter Antibiotikaschutz werden nach einem Hautschnitt die notwendigen Sonden über die Schlüsselbeinvene direkt oder in Punktionstechnik zum Herzen vorgebracht und nach entsprechender Prüfung der Funktion im Herzen verankert. Anschließend erfolgt die Verbindung der implantierten Sonden an das ausgewählte Schrittmacheraggregat. Nach Einbringen des Schrittmachers in die vorbereitete Hauttasche folgt der Wundverschluß.

Die Operation schließt mit der Einstellung des Schrittmacher-Gerätes auf die besonderen Bedürfnisse des Patienten ab.

Schrittmacher werden in der Regel auf der rechten Brustseite unterhalb des Schlüsselbeins im Bereich des Brustmuskels implantiert, Defibrillatoren auf der linken Seite.

Komplexe Schrittmachersysteme zur Resynchronisationstherapie sowie Cardiodefibrillatoren werden ebenfalls implantiert. Diese Eingriffe dauern etwas länger und werden bedarfsweise unter Vollnarkose eingesetzt.